München: Generalkonsulat neu gestaltet

Dem Schweizer Pass nachempfundener «Swissmaker»

Einladend, freundlich und angenehm wirken die neuen Räume des Generalkonsulates München. Mitten in der Bayernmetropole an der Prinzregentenstrasse 20 liegt seit dem 1. Juli 2014 das neue Domizil des Hauses, das für alle konsularischen Angelegenheiten für die rund 15.000 Schweizer und Schweizerinnen, die im Freistaat Bayern leben, zuständig ist. Den Umzug von der Brienner Strasse nahm man zum Anlass, den Empfangsbereich aufzuwerten. Dem in München wohnhaften Schweizer Architekten Andreas Vogler und seinem Team ist es gelungen, dem Schalterraum eine moderne, stilvolle und freundliche Atmosphäre zu verleihen.

Direkt über dem Empfangsschalter leuchtet dezent ein transparentes Alpenpanorama aus Plexiglas. Andreas Vogler entwarf hier einen stilisierten Blick in die Berge und sorgt somit für einen weiten, offenen ersten Eindruck. In den unteren Teil des Schalters wurde eine LED basierte Videowand integriert. Auf ihr werden graphische Programmierungen abgespielt. Durch das davor gehängte, transluzente Plexiglaspaneel erscheinen die Bilder bewusst unscharf. Gezeigt werden z.B. ein 24-Stunden-Zeitraffer eines Bergpanoramas und eine Slow-Motion-Sequenz von Schweizer Fahnenschwingern. Obwohl die überwiegend weiß-blau gestalteten Flächen leicht und hell wirken, entsprechen sie höchsten Sicherheitsstandards. Das Glas des sechs Meter breiten Passschalters ist durchschusssicher und extrem stabil.

Der Clou aber ist die Kabine zur Erfassung der biometrischen Daten. Sie kam bisher ganz in schwarz und anthrazit daher, und nicht selten fürchteten sich Kinder davor, sie zu betreten. Vogler nennt seine Kreation scherzhaft «Swissmaker». Dem gebürtige Basler gelang eine Neuinterpretation der Grafik des Schweizer Passes mit dominantem Schweizer Kreuz. Die so gestaltete Kabine lädt die Besucher geradezu ein und erfreut sich hoher Akzeptanz. Aus diesem Grund wurde der «Swissmaker» bereits in anderen Konsulaten eingeführt, so zum Beispiel in Ho Chi Minh Stadt, Lima und Riad.

Aus der «Schweizer Revue» 5/2016 MUZ

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